
I Am the River, the River Is Me
Der Dokumentarfilm „I Am the River, the River Is Me“ ist eine eindrucksvolle Meditation über die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Filmemacher begleiten eine fünftägige Kanufahrt auf dem Whanganui River in Aotearoa (Neuseeland), dem ersten Fluss weltweit, der 2017 als juristische Person anerkannt wurde. Diese bahnbrechende Rechtsentscheidung war das Ergebnis eines über 150-jährigen Kampfes der Māori für den Schutz ihrer heiligen Lebensader.
Der Film entwickelt sich zu einer kraftvollen Reflexion über indigene Weisheit, Umweltschutz und die globale Bewegung für die Rechte der Natur. Er nähert sich diesem komplexen Thema mit großem Respekt und lässt seine Protagonisten sprechen, anstatt belehrend zu wirken. Die Dokumentation ist dabei keine klassische Naturdokumentation, sondern ein politisches, poetisches und zutiefst menschliches Werk über Resilienz, Erinnerung und Hoffnung.
Der Titel des Films leitet sich aus dem Māori-Spruch „Ko au te awa, ko te awa ko au“ ab, was übersetzt „Ich bin der Fluss, und der Fluss ist ich“ bedeutet. Dieser Leitspruch durchzieht den Film wie eine poetische Strömung und verdeutlicht die tiefe spirituelle Verbindung zwischen den Māori und ihrem Land. Die Māori betrachten den Whanganui nicht nur als Gewässer, sondern als Vorfahr, Lebensader und Wesen mit Seele. Siehe auch hier.
Der Eintritt ist (wie immer) frei! Spenden zur Finanzierung der Filmreihe werden aber gerne angenommen.
